Freitag, 3. Juli 2015

Unser Familienurlaub in Ägypten



Zwischenstopp während eines Schnorcheltrips (kein Filter, ehrlich wahr!)

Seit einigen Tagen sind wir unn schon wieder zu Hause, allesamt gut erholt.
Wie angekündigt haben wir dieses Jahr mal einen Kurzurlaub der (für uns) anderen Art gemacht: Hotel, All Inclusive, keine tagfüllenden Programmpunkte, Ruhe.
Für viele mögen 5 Tage eine kurze Zeit für Urlaub sein, doch ich muss gestehen: Die Ruhe war zwar schön, länger hätten wir es trotzdem nicht ausgehalten.
Vor allem für mich war es eine willkommene Abwechslung, mal nicht zu putzen, einzukaufen, zu kochen oder zu organisieren. Ich war sogar 5 Tage komplett offline, was für mich auch aus beruflichen Gründen schon sehr lange nicht mehr möglich war (zuletzt 2012 wenn ich mich recht entsinne).
Angenehm leere Strände in der Nebensaison
Wir haben also getan, was vom deutschen Klischeeurlauber erwartet wird: Wir haben uns in der Sonne geaalt (allerdings gut eingecremt, wo wir zwischen roten Rücken doch etwas herausstachen), uns mehrmals am Tag am Büffet bedient und im Ausland sogar zum ersten Mal auf deutsch bestellt.
Nachdem ich am Tag der Ankunft noch meine Nase rümpfte über Urlauber, die morgens um 10 Uhr bei 38 Grad "Kann ick noch zwee Biiier?" über den Tresen brüllten, fand ich mich bereits am zweiten Tag nach dem Mittagessen mit Gin Tonic an der Poolbar wieder. Mitgehangen, mitgefangen.

Mein Mann und ich gönnten uns im preiswerten Spa sogar ein  zweistündiges Verwöhn-Programm während die Kinder voller Begeisterung vom Personal mit "Knutschfischen" beschäftigt wurden. Dieser Ausdruck ist übrigens auf meinem Mist gewachsen. Ich brachte es einfach nicht übers Herz, der Kleinen zu beichten, dass diese Fische sie nicht küssten, sondern Haut von ihren Füßchen knabberten.

Hauptattraktion: Ein Seestern
Ansonsten ließen wir die Tage einfach kommen und gehen. Der Zwerg verausgabte sich allabendlich auf der Showbühne bei der Tanzaufführung mit dem Mini-Club, die Große freundete sich mit einigen ägyptischen Mädels an und der Mann und ich stellten an Tag 3 fest, dass ein zweiwöchiger Urlaub dieser Art, wie ihn die meisten Urlauber dort gebucht hatten, wohl mehr Tortur als Erholung für uns wären. Wären wir aufgrund der Sicherheitslage nicht besorgt gewesen,  hätten wir mit Sicherheit noch Tagestouren durch die Wüste oder zu den Pyramiden gebucht. So kam es dann "nur" zu einem 6-stündigen Schnorcheltrip. Dieser war dennoch ein Highlight für die ganze Familie.

Was uns insgesamt zum Urlaubs-Feeling fehlte, war einheimisches Essen, eine neue Sprache zu hören und eine fremde Kultur aufzusaugen. Etwas wettmachen konnte unsere Sehnsucht ein sehr netter Angestellter des Spas, der uns jeden Abend zum Iftar-Essen der Belegschaft einlud. Wir folgten seiner Einladung und wurden nicht enttäuscht. Auf Handtüchern saßen wir nach Sonnenuntergang auf dem Boden und aßen dort das mit Abstand beste Essen des gesamten Urlaubs (das Buffet im Hotel war gut, nur eben etwas fad und sehr europäisch). Und so hat Ägypten doch einen kleinen, bleibenden Eindruck hinterlassen.

FAZIT: Gerne wieder mal All Inclusive, Pool, Strand und Miniclub. Aber nur kombiniert mit Erkundungstouren und etwas Kultur ;-).



1 Kommentar:

  1. Das kann ich gut verstehen. So angenehm all-inklusiv Urlaube auch sind, ohne Kulturprogramm und Ausflüge waren sie für uns auch nicht auszuhalten. Wir hatten unsere in der Türkei. In Ägypten waren wir noch vor der Krise erst auf Kreuzfahrt und dann sehr individuell mit dem Auto nach Kairo unterwegs. Unsere Kinder schwärmen heute noch von den vielen Erlebnissen.
    Leider ist das ja im Moment nicht möglich ...

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