Montag, 25. Mai 2015

Mit Kinetic Sand den Sandkasten ins Wohnzimmern holen

Sandkasten im Wohnzimmer? 

Das soll möglich sein mit Kinetic Sand. Als ich das hörte, war ich zunächst skeptisch. Doch die Beschreibung machte mich neugierig.
Kinetic Sand ist ein Modelliersand, der in sich zusammenhängt, sich einfach formen und bespielen lässt und vor allem: keine Spuren hinterlässt.
Eine saubere Alternative zum Sandkasten, die an Regentagen das Sandeln im Haus ermöglicht? Das mussten wir ausprobieren.



 

Am Wochenende hatten meine beiden Knetfans die Gelegenheit, den Kinetic Sand von WACKY-TIVITIES zu testen, der uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurde.

Wir erhielten ein Starter Set mit 454g rosafarbenem Sand, einer blauen Sandkiste aus Kunststoff und 4 Sandformen (Burg, Schildkröte, Fisch, Seepferdchen). Außerdem eine Packung saphirblau schimmernden Sand mit Glitzerpartikeln (ebenfalls 454g).

Der Sand darf weder nass werden, noch mit Hitzequellen, Feuer oder Funken in Berührung kommen. Ungeeignet als Spielort sind damit Badezimmer und das lauschige Plätzchen vor dem offenen Kamin, das wir sowieso nicht haben ;-).




Meine Kinder durften auspacken und waren sofort hellauf begeistert. Die Textur ist angenehm und mit keinem Material vergleichbar, das mir bekannt ist. Der Sand fühlt sich weich an und lässt sich wunderbar formen. Sowohl kleine, filigrane Figuren sind mit Hilfe der Förmchen ganz einfach herzustellen, als auch große Formen wie beispielsweise Bälle. Wenn man hineingreift, fällt alles wieder ganz locker ins sich zusammen. Die erste halbe Stunde haben meine Töchter und ich damit verbracht, den Sand staunen durch unsere Hände rinnen zu lassen und sogar Papa (dem Knete und Sand normalerweise zuwider sind) musste mal anfassen und konnte sich dann eine Weile kaum losreissen.


Der Zwerg widmete sich ausgiebig dem rosafarbenen Sand in der mitgelieferten Kiste, die Große bespielte den Glitzersand in einer Salatschüssel. Gemischt werden sollte der Sand wohl besser nicht, denn die Farben lassen sich hinterher noch schwieriger als bei Knete wieder trennen.
Hilfe brauchte die Kleine mit ihren 3 Jahren nicht. Die Textur ist so konzipiert, dass sich Figuren sowohl durch das Befüllen und Stürzen der Förmchen, als auch durch das Drücken der Formen in den Sandhaufen bilden lassen. Die Förmchen sind mit einem praktischen Henkel versehen, so dass sie auch von kleinen Paschehändchen einfach abgezogen werden können, ohne durch Ruckeln oder Quetschen das Kunstwerk zu zerstören.


Verblüfft hat mich, wie wenig Dreck dieses Spielzeug macht. Partikel auf Tisch und Fussboden ließen sich tatsächlich ganz einfach mit der Hand zu einem kompakten Häufchen zusammenschieben, durch die Haftung ohne Rückstände wieder aufnehmen und in die jeweiligen Behälter zurücklegen.

Das sagt der Zwerg (3): "Yippie!" 
"Viel besserer als Knete!" 
"In der Burg wohnt eine Prinzessin und jetzt kommt die Schildkröte zu Besuch und dann der Fisch und dann kommt das Seepferdchen noch..." (Sie war stundenlang bis zum Abendbrot total versunken ins Spiel.)

Das sagt die Große (9): "Voll cooooool!"
"Wenn ich erwachsen bin, kaufe ich mir eine Badewanne voll Zaubersand und lege mich rein und falls ich Millionär werde mache ich einen Pool voll damit!"


Das sagt die Mama: "Mitspielen macht Spaß und der Chaos-Faktor hält sich beim Sandeln endlich so in Grenzen, dass die Kinder hinterher nicht in der Badewanne abgeschrubbt werden müssen und es tagelang an allen möglichen Stellen in der Wohnung knirscht!"

Kritikpunkte:
Die Menge wirkt beim Auspacken etwas spärlich (ist aber zum Spielen absolut ausreichend).
Der blaue Sand mit den Glitzerpartikeln färbte im Gegensatz zum lilafarbenen leicht ab und hinterließ hartnäckige Rückstände an den Händen (auf der Packung wird gezielt darauf hingewiesen, ihn nicht in der Nähe von Teppichen und hellen Polstermöbeln zu bespielen). An Holztisch und Fußboden hinterließ er keinerlei Spuren.




Fazit: 
Ein Spielzeug, dass sofort ins Herz geschlossen wurde und bestimmt noch oft zum Einsatz kommt. Die Kritikpunkte sind doch sehr begrenzt und werden hier nur dank meines kleinlichen Tester-Blicks aufgegriffen (wer sucht, der findet) ;-).
Unterm Strich ein tolles Spielzeug, dass Kinder lange beschäftigt und auch den Kleinsten dank der problemlosen Formbarkeit und den toll konzipierten Förmchen (kleiner Griff zum "Abziehen") ein selbstständiges Spiel ermöglicht. Der Spaßfaktor ist hoch und der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Für mich als Mutter zweier Mädchen mit 6 Jahren Altersunterschied ist es besonders schön, mal wieder ein Spielzeug gefunden zu haben, mit dem sich beide Kinder gemeinsam beschäftigen können und woran sie gleichermaßen Freude haben.
Aus unserer Sicht absolut empfehlenswert!



Kommentare:

  1. Wie sieht es denn aus, wenn eines der Kinder den Sand in den Mund nimmt? Ist der ungiftig? Und woher kommt er? Wie wird er hergestellt? Spielt umweltfreundlichkeit auch eine Rolle?

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    1. Auf der Packung wird darauf hingewiesen, dass der Sand nicht zum Verzehr geegnet ist. Allerdings ist sie mit keinem Warnhinweis versehen, der notwendig wäre, wenn der Sand "giftig" wäre bzw. man nach Einnahme einen Arzt konsultieren müsste.
      Wie er hergestellt wird, bleibt wohl das Geheimnis des Herstellers (wie z.B. bei großen Kneteherstellern auch). Er wird allerdings in Schweden produziert und ist mit einer CE-Kennzeichnung versehen, was bedeutet dass das Spielzeug entweder

      a) vollständig entsprechend den harmonisierten europäischen Normen hergestellt ist oder
      b) mit dem Baumuster übereinstimmt, für das eine zugelassene Stelle nach Durchführung einer EG-Baumusterprüfung gemäß Artikel 10 der Richtlinie 88/378/EWG bescheinigt hat, dass es den wesentlichen Sicherheitsanforderungen nach § 2 entspricht.

      Bezüglich der Umweltfreundlichkeit liegen mir leider keine Informationen vor.

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  2. Wir haben diesen Sand auch vor Kurzem ausprobiert und unsere Tochter war begeistert. Im Großen und Ganzen haben wir dieselbe Erfahrung wie ihr gemacht. Für Regentage ist dieser Sand wirklich sehr gut geeignet.
    Gruß, Melli

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