Mittwoch, 6. Mai 2015

Meine 3 Strategien, die den Familienalltag erleichtern

Birgit von "Entspannt Wohnen" hat mich auf ihre großartige Blogparade aufmerksam gemacht, in der sie Tipps zur Vereinfachung des Familienalltags sammelt. Ich bin mir sicher: Jede Mutter hat ihre Strategien entwickelt, die Abläufe oder Aufgaben erleichtern. Heute teile ich mit euch meine 3 persönlichen Tipps, die mir Haushalt und Organisation vereinfachen:


1. Planung, Planung, Planung!

Mein Mann arbeitet jeweils an unterschiedlichen Tagen, zu unterschiedlichen Zeiten und über unterschiedliche Dauer. Mal ist er 10 Stunden weg, mal 4 Tage. Mal hat er einen Tag frei, mal 8 am Stück. Einen Einfluss auf seine Arbeitszeiten hat er nicht.
Ich hingegen arbeite freiberuflich und genieße das Privileg, mir nur so viel Arbeitszeit "aufzuhalsen", wie ich auch bewältigen kann. Zudem bin ich zeitlich relativ flexibel.
Daher zahlt es sich unheimlich aus, zum Ende jeden Monats Zeit in die grobe Planung der nächsten 4 Wochen zu stecken, sowohl für meine Arbeit, als auch für Privates. Dabei berücksichtige ich die Arbeitszeiten meines Mannes, die Betreuung und Freizeitgestaltung meiner Kinder und schaufle mir im Vorfeld Zeiten frei, die ich mit der Familie verbringen kann und möchte. So arbeite ich mal 10, mal 30 Stunden die Woche. Mal eine Stunde am Tag, mal 10. Durch meinen Plan freue ich mich jeweils auf die nächsten entspannten Stunden oder Tage und die Einhaltung erleichtert es mir außerdem, auch mental abzuschalten. Bei so viel Unregelmäßigkeiten, 2 Kindern, Haushalt und persönlichen Interessen ist das ansonsten nämlich gar nicht einfach. Ohne schriftliche Planung habe ich ständig Sorge, etwas zu vergessen und bin in Gedanken immer bereits bei der nächsten Aufgabe. Dank meines Plans kreisen meine Gedanken nicht um alle beruflichen und privaten Aufgaben, die im Laufe der Woche noch abgearbeitet werden müssen. Ich kann meine freie Zeit alleine oder mit der Familie genießen. Mir ist dann bewusst, ich habe JETZT frei bis zum Zeitpunkt X und alles andere interessiert mich auch erst dann wieder.

2. Online-Shopping

Es mag vielleicht etwas unorthodox klingen, aber Online-Shopping vereinfacht meinen Alltag ungemein. Bereits seit Jahren bestelle ich Geburtstagsgeschenke und Ähnliches online. Seit wir in Istanbul leben, hat das Thema nochmal einen ganz anderen Stellenwert eingenommen. In Istanbul ist der Verkehr hektisch, Läden oft überfüllt und als Ausländer mit rudimentären Türkischkenntnissen war ich zu Beginn nicht selten überfordert (ich erinnere mich noch gut an eine 3tägige Odyssee, um Geschenkpapier aufzutreiben). Glücklicherweise kann man hier auch alles online oder telefonisch bestellen, was eine immense Zeitersparnis darstellt. Mit Hilfe meiner Supermarkt-App auf dem Smartphone bestelle ich mittlerweile die Zutaten fürs Abendessen, während ich auf dem Spielplatz bin. Alles wird direkt an die Haustür geliefert, selbst sonn- und feiertags. Und das bis 23 Uhr abends. Der Druck, diverse Erledigungen in bestimmte Zeitfenster zu quetschen, entfällt damit fast komplett. Ein Stückchen Lebensqualität, das ich nicht mehr missen möchte.

3. Delegieren

Ich gebe zu: Die ersten Lebensjahre sind Kinder im Haushalt keine Hilfe. Wenn sie Aufgaben übernehmen, ist man selbst letzten Endes zumeist so lange damit beschäftigt, das Kind anzuleiten und das Chaos rundherum hinterher wieder zu beseitigen, dass man die Aufgabe alleine sehr viel schneller bewältigt hätte.
Doch ich habe auch eine gute Nachricht für euch: Die Zeiten ändern sich! Und die Erziehung zur Selbstständigkeit zahlt sich aus. Meine beiden Töchter (9 und 3) können inzwischen am Wochenende völlig Selbstständig UND ohne Spuren zu hinterlassen ein großes Frühstück zubereiten, während Mama eine warme Dusche genießt. Mit Kaffee, Rührei, und allem, was dazu gehört. Stecke ich im Stau fest und komme zeitlich ins Trudeln, kann ich schon mal meine große Tochter zu Hause anrufen und sie bereitet unter telefonsicher Anleitung den Pizzateig fürs Abendessen zu. Ich lasse meine Kinder den Tisch decken, die Spülmaschine ausräumen und die Älteste packt (allerdings nur mit Aussicht auf ein Belohnung-Eis) auch mal beim Fenster putzen oder Böden wischen mit an. Mittlerweile übersteigt die Hilfe der Großen tatsächlich den Chaos-Faktor. Ich freue mich schon jetzt auf den Tag, an dem es beim Zwerg auch so weit ist.

Ich bin gespannt auf die Relax-Strategien der anderen Teilnehmer und freue mich darauf, auch von euch zu erfahren, was euren Alltag erleichtert. Also raus mit der Sprache :-)!

1 Kommentar:

  1. Danke, Sarah, dass du noch teilgenommen hast. Die Blogparade ist zwar schon seit 30.4. zu Ende, aber dein Artikel kommt gerade noch rechtzeitig. Morgen gibt es die Zusammenfassung aller Blogbeiträge zur Blogparade bei mir auf dem Blog.

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