Samstag, 18. April 2015

Papa- Interview mit Tolga von Sleepy, der Einschlafhilfe für Babys

Des Öfteren habe ich bereits von spannenden Frauen und Müttern berichtet, die neben ihrem Familienleben noch ein Unternehmen wuppen. Höchste Zeit, auch mal einen beeindrukenden Vater zu Wort kommen zu lassen.

"Alles rein Berufliche wird sich den privaten Gegebenheiten anpassen müssen, nicht umgekehrt."


 
Tolga ist Jahrgang 1983, hat nach seinem Abitur den Master in BWL und Anglistik gemacht und anschließend im Marketing einer Social Media Firma gearbeitet. Heute leitet er nicht nur das Online-Marketing einer luxemburgischen Firma und kümmert sich um sein erstes "Baby", die Social Media Marktforschungsfirma Smugo.  Seit 2013 ist er verheiratet und seit Januar 2014 zudem stolzer Vater von Zwillingen. Seitdem bezeichnet er sich selbst sympathischerweise als "voll funktionsfähiger Fütter-, An- und Umzieh- und Kaka-Wegmach-Roboter" (kein Wunder bei Baby-Bedürfnissen im Doppelpack). 
Tolga trat leider etwas zu spät in mein Leben, er vertreibt nämlich mittlerweile auch noch ein Produkt, dass ich die ersten beiden Lebensjahre meines Zwerges nur zu gern getestet hätte: Sleepy, eine Einschlafhilfe für Babys! (Wer jetzt hellhörig wird, sollte sich bereits den Montag fett im Kalender anstreichen, da verlose ich nämlich eines dieser genialen Teile an euch).





Heute erzählt er auf Mamas Lifestyle von kleinen Schlenkern zu Studienzeiten,
wie die Geburt seiner Kinder sein Leben verändert hat und wie er sich organisiert und Prioritäten setzt:




Wusstest du direkt nach dem Abitur, wo beruflich oder eventuell sogar privat die Reise hingehen sollte? Wo hast du dich damals im Jahre 2015 gesehen?


Überhaupt nicht. Deswegen hab ich nach dem Abi erst mal 4 Monate gar nix gemacht und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen... Dann Zivi bei der Blindenseelsorge und weil ich dann immer noch nicht schlauer, aber „irgendwie gut mit Computern“ war, habe ich an der Trierer Uni angefangen, Informatik zu studieren. Das war allerdings eine ziemliche Schnapsidee, sodass ich nach nur 3 Wochen gewechselt habe. Lehrer wollte ich dann werden: für Englisch und Erdkunde. Das hab ich immerhin 4 Semester lang durchgezogen. War dann aber irgendwie auch nicht mehr das Wahre. Also wieder wechseln: Mittlerweile hatte ich auch den Geschäftsmann in mir entdeckt. So wurde es dann letztendlich ein Doppel-Master in Englisch und BWL mit Schwerpunkt Online-Marketing.
Wo ich mich zu Abizeiten 2015 gesehen hab? Als Besitzer einer kleinen Strandbar auf Curacao...! 

Ist dein Einstieg ins Berufsleben wie geplant verlaufen?


Das Berufsleben läuft schon so, wie ich mir das vorstelle. Das liegt daran, dass ich immer das mache, was meiner Meinung nach am besten für mich ist und ich keine Angst habe, auch mal einfach woanders hinzugehen.


Du bist ja Social-Media Experte: Für eine luxemburgische Firma leitest du das Social Media Marketing und deine eigene Social Media Marktforschungsfirma Smugo hast du bereits während dem Studium gegründet. Woher kommt dein Interesse für diesen Bereich?


Kann ich nicht erklären. Aber es ist einfach mein Ding. Alle meine Eigenschaften, alles was ich gut kann und alles was mich so interessiert: Diese Mischung bringt mich genau dort hin. Ich bin kommunikativ, gut mit Zahlen, kreativ in Sachen Lösungsfindung, Eigenbrötler, Macher.


Im Januar 2014 wurdest du Vater von Zwillingen. Ein einschneidendes Ereignis?


Das beschreibt es nicht mal annähernd. Wenn man keine Kinder hat sagen einem andere Eltern Sachen wie „Das kann man sich nicht vorstellen“ oder „Das ändert alles von Jetzt auf Gleich“. Man denkt immer „Jaja, blaaaaa...“. Aber genau so ist es. Es ändert einfach ALLES und man fragt sich: „Was hab ich eigentlich vorher die ganze Zeit (ohne euch Jungs) gemacht?!“. Ich erinnere mich gut an den Moment, in dem die Hebamme um die Ecke kam mit diesen beiden zerknautschten Würmchen im Kasten, die Alien-artige Bewegungen mit Zunge und Fingern gemacht haben. Ich hab bestimmt 20 Minuten laut geheult wie ein kleines Mädchen. Heute sind die Stinker fast 15 Monate alt und geben mir morgens als erstes Küsschen (mit weit aufgerissenem Mund) und verlangen nach ihrem Frühstück. Ich liebe mein Leben! :-)


Hat die Geburt deiner Kinder deine Sichtweise und Einstellung zur Arbeit verändert?


Ich konnte schon immer ganz gut priorisieren, aber seit die Jungs da sind ist alles noch klarer: Familie steht an erster Stelle. Es geschehen ständig unvorhergesehene Dinge. Alles kann sich schnell ändern. Gerade jetzt, wo ich noch der größte Held für meine Kinder bin, will ich soviel von ihnen mitbekommen wie es geht. Überstunden mach ich, wenn die Jungs 12 sind und ich ihnen eh nur auf die Nerven gehe ;).


Wie kam die Idee zu Sleepy?


Hah, Schlafmangel, was sonst. Ja, Sleepy ist nicht gerade billig. Aber du bist ganz schnell an dem Punkt, wo der Preis in keinem Verhältnis zu Schlaf steht.

Wie funktioniert Sleepy genau?


Sleepy wird einfach an die Füße vom Bett montiert und verwandelt das Bett so in eine Wiege. Ganz ohne Strom oder Batterie. Mithilfe von Sleepy schwingt das Bett mit und verstärkt die natürlichen Schwingungen des eigenen Körpers. Das funktioniert durch ein Pendelsystem im Inneren, welches ursprünglich für die Raumfahrt entwickelt wurde. Am besten schaut man sich kurz dieses Video an: http://www.thesleepyhelp.com/funktionsweise/?lang=de


Mit deiner leitenden Stelle, deiner eigenen Marktforschungsfirma, dem Projekt Sleepy und Zwillingen hast du sicher ein riesiges Aufgaben-Pensum zu bewältigen. Wie setzt du deine Prioritäten?


Meine kleine Familie steht wie gesagt ganz oben. Dann natürlich meine Festanstellung, da ich meinem Arbeitgeber gegenüber Verpflichtungen habe und für gewisse Dinge Verantwortung trage. Für alles andere gehen viele Abende und Wochenenden drauf. Da bleiben natürlich andere Dinge auf der Strecke, aber ich weiß ja, wofür ich es mache... Langweilig ist mir jedenfalls selten!


Welche deiner beruflichen Tätigkeiten bereitet dir die größte Freude?


Am meisten Spaß macht es, selbst unternehmerisch tätig zu sein.


Wie viel Zeit bleibt für die Familie? Wie können wir uns deinen Alltag vorstellen?


Ziemlich eintönig. Wenn nicht alle Routinen gut organisiert sind, wird’s schnell ungemütlich. 5:30 Uhr klingelt der Wecker. Frühstück für alle, duschen, 7 Uhr sitz ich im Büro. Feierabend um 16 Uhr, Abendessen für die Kids um 17 Uhr. Danach noch bisschen toben, dann Bettroutine. Wenn alles gut läuft ist die Tür zum Kinderzimmer um 19 Uhr zu. Dann aufräumen usw., sodass meine Frau und ich gegen 20:30 Uhr auch „frei“ haben. Danach gibt’s zwei Optionen: 1) ich geh auch ins Bett oder 2) ich gehe ins Büro und arbeite noch. So stell ich mir den Alltag eines Roboters übrigens vor.


Wir Mütter sind in Selbstzweifeln und –vorwürfen ja die großen Meister. Wie sieht das bei einem frischgebackenen Vater mit so viel beruflichem Engagement aus? Meldet sich da manchmal ein schlechtes Gewissen?


Es geht... Man würde immer gerne mehr dies oder jenes machen. Manchmal geht’s halt einfach nicht anders. Man entscheidet sich je selbst für oder gegen einen bestimmten Weg. Das Gute ist: Eigentlich kann man jederzeit wählen, wie es weitergehen soll!


Welche Hürden und Hindernisse musstest du für deine Selbstständigkeit nehmen?


Die größte Hürde war bei mir die eigene Familie. Wenn alle um einen rum „normale Angestellte“ sind, dann hat man da ordentlich Gegenwind! Wichtig ist, es trotzdem durchzuziehen, wenn man es will!


Welche beruflichen Erfahrungen wären dir gerne erspart geblieben?


Eigentlich gar keine. Klar gibt es auch Dinge, die keinen Spaß machen und die anstrengend sind. Aber im Endeffekt kann man über (fast) alles schmunzeln!


Welche Vor- und Nachteile brachte dir als Elternteil die Selbstständigkeit?


Es gibt natürliche Unterschiede, die die Selbstständigkeit mit sich bringt. Beispielsweise kann man sich seine Zeit und seine Verpflichtungen sowie Hobbies selbst frei einteilen. An alle, die jetzt denken, man hat automatisch mehr Zeit für die Familie: im Gegenteil. Man muss sie sich nehmen. Andernfalls fordert die Selbstständigkeit viel mehr von dir als ein gewöhnliches Angestelltenverhältnis. Da kann man um 17 Uhr nach Hause gehen und alles hinter sich lassen. Wenn du selbstständig bist, dann bist du andauernd bei deinem Geschäft. Man muss richtig lernen, das auszublenden!

Gleichzeitig hat man eine ganz andere finanzielle Verantwortung. Du weißt eben nicht, dass am 30. des Monats Summe x auf deinem Konto eintrudelt.


Welche beruflichen und privaten Pläne hast du für die Zukunft?


Ich habe primär private Pläne. Wir überlegen, ob wir noch ein drittes Kind möchten und wo und wie wir uns ein entsprechendes Nest zulegen können. Meine Selbstständigkeit zähle ich hier ebenfalls eher zum privaten Bereich, da diese Arbeit ein großes Hobby von mir ist.

Alles rein Berufliche wird sich den privaten Gegebenheiten anpassen müssen, nicht umgekehrt :-). 

Ich bedanke mich ganz herzlich bei Tolga für dieses tolle Interview! Da ich quasi der Schlafmangel in Person bin, finde ich, dass er durch den Vertrieb von Sleepy der Menschheit einen unschätzbaren Dienst erweist und dafür quasi einen Orden verdient hätte :-).
Daher unterstütze ihn nur zu gerne bei der Mission, mit Sleepy übermüdete Eltern von ihren Qualen zu erlösen.
Ab Montag, 20.04.2015, startet unser einwöchiges Gewinnspiel, bei dem ihr mit etwas Glück ein Sleepy im Wert von 229€ gewinnen könnt. Schaut für die Teilnahmebedingungen ab Montag auf meinem Blog oder meinen Social Media Kanälen vorbei.

Wer den Montag nicht mehr abwarten kann und auf der Stelle ein Sleepy auf herkömmliche Weise erstehen möchte, findet sämtliche Informationen inklusive Online-Shop unter folgendem Link: http://www.thesleepyhelp.com/?lang=de

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