Mittwoch, 8. Oktober 2014

Rezension "Conny und die Sache mit dem Hausfrauenporno"

Ich gebe zu: Schon der etwas unkonventionelle Titel "Conny und die Sache mit dem Hausfrauenporno" hat mich neugierig gemacht. Leider muss ich gestehen, dann als erstes die Amazon-Bewertungen überflogen zu haben. Das "Feedback" artet bei vielen Leser/innen bedauerlicherweise in einer kompletten Inhaltsbeschreibung aus. Daher: Bitte nicht lesen, das verdirbt nur die Spannung und Überraschungen.
Ich versuche direkt, es mit meiner Rezension etwas zu besser zu machen und euch zu erzählen, was sich hinter dem ungewöhnlichen Titel verbirgt, ohne den Verlauf der Geschichte vorweg zu nehmen.

Im Buch geht es um Conny, alleinerziehende Mutter zweier Kleinkinder, die als Lehrerin in Teilzeit arbeitet und außerdem erotische Literatur für Frauen schreibt. Da sie um ihren Ruf fürchtet, verwendet sie für ihre Veröffentlichungen ein Pseudonym. Als ihr Verlag dann mit einer ungewöhnlichen Marketingidee daherkommt, beginnen die Irrungen und Wirrungen auf sehr amüsante Weise. Ein Conny ziemlich unsympathischer Schönling soll sich auf Lesungen als Autor ihrer Bücher ausgeben, ein spannender Online-Flirt mit einem Kollegen endet in chaotischen Blind-Dates und dann gibt es auch noch einen neuen Nachbarn, der von Conny ganz angetan ist, obwohl er doch mit der ehrgeizigen, knackigen Miss Fitness liiert ist. In die Geschichte werden geschickt die Ereignisse der (Liebes)leben von Connys Freundinnen verflochten: Anja ist unabhängiger Single mit latenter Bindungsphobie, die attraktive und erfolgreiche Kerstin sucht verkrampft per Onlinestrategie nach dem Partner fürs Leben, bevor sie ihren 40. Geburtstag erreicht und Steffi ist glücklich verheiratet, hat aber am unerfüllten Kinderwunsch zu knabbern und greift in ihrer Not zu spiritueller Hilfe. Vor allem die Treffen und Gespräche der Freundinnen haben mich als hoffnungslose Sex and the City-Nostalgikerin gleich zu Beginn begeistert, so dass ich mein Kindle gar nicht mehr aus der Hand legen konnte.

Fazit: Wer gandenlose Spannung und Nervenkitzel oder tiefschürfendes Gedankengut sucht, greift lieber zu einem Thriller oder Drama. Da ich es jedoch geniessen kann, ab und zu in leichte, unterhaltsame Frauengeschichten einzutauchen, liebe ich dieses Buch. Ich lese gerne während ich bügle, koche, in der Badewanne liege, beim Barbiespiel meines Zwerges körperlich anwesend sein soll oder Hausaufgaben beaufsichtige. Für diese Art Bücherkonsum gibt es nichts besseres, als eine lustige, abwechslungsreiche Geschichte, die leicht zu lesen ist und voller Charaktere, die sich anfühlen, als seien sie Freundinnen. All das hat Dorothea Stiller mit "Conny und die Sache mit dem Hausfrauenporno" geschaffen, so dass ich mich sehr über mein Rezensionsexemplar gefreut habe und mich auf diesem Wege nochmal ganz herzlich bei der Autorin dafür bedanke!
Dieses Buch empfehle ich gerne und freue mich schon auf weitere Geschichten der Autorin.

1 Kommentar:

  1. Huhu! Freut mich sehr, dass es dir gefallen hat. Vielen Dank für die schöne Rezension! :-)

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