Mittwoch, 3. September 2014

Mommy Wars: Wie Mütter sich bekriegen


Der Krieg unter Müttern ist allgegenwärtig. Meist fühle ich mich als Opfer, doch manchmal beschleicht mich der Verdacht, ich könnte bereits selbst zum Kriegsverbrecher geworden sein.

Mama on the rocks, Muffinqueen und Sam von momsoffice haben nach Twitter-Debatte eine Blogparade ins Leben gerufen, an der ich mich gerne mit meiner persönlichen Erfahrung beteilige:

Das Übel beginnt mit "gutgemeinten" Ratschlägen

Viel zu oft erhält man als Mutter ungefragt (zumeist veraltete) Ratschläge. Bereits in der Schwangerschaft geht es los mit "Tipps", von denen sich nicht nur manch Erstgebärende verunsichern lässt. Von meinen beiden Schwangerschaften hatte ich nicht nur aufgrund meiner emotionalen Hormon-Achterbahnen gegen Ende die Schnauze voll. Von einem Imbiss-Verkäufer, der mir wenige Tage vor dem Entbindungstermin weismachen wollte, ich bekäme 100%ig Zwillinge bis zu einer Rentnerin, mit der ich im Park einen handfesten Streit begann weil sie aufgrund meiner Bauchform darauf bestand, dass ich einen Jungen bekommen würde bekam ich einen bunten Strauß an Tipps, Ratschlägen und Feststellungen mit auf meinen Mama-Weg die mich, meinen Körper und mein Baby betrafen. Schnittblumen wären mir lieber gewesen.

Nach der Geburt ging der Spießrutenlauf dann fröhlich weiter. Jede/r der bereits ein Kind hatte oder jemanden kannte, der eines hatte, oder jemanden kannte, der jemanden kannte usw fühlte sich auf einmal dazu berufen, mir die Welt zu erklären. Und natürlich wussten sie es alle besser als ich. Von absurd ("Du darfst das Baby abends nicht stillen, kein Wunder schläft es nicht durch! Gib ihm abends eine Flasche mit angedickter Milch!") über ungewöhnlich ("Du solltest ihr den Kopf rasieren, dann kriegt sie später volleres Haar!") bis hin zu fanatisch ("Das Kind niemals ablegen! Es muss Rund um die Uhr Körperkontakt haben!") bekam ich die volle Palette an unnützen Empfehlungen und Warnungen.

Die Rüstung gegen gefährliches Halbwissen

Seit 9 Jahren, einem Monat und 28 Tagen bin ich Mutter. Was ich mir in dieser Zeit an Wissen ergoogelt und recherchiert habe, um anderer Leute falscher Ratschläge zu entkräftigen, würde mittlerweile ein Buch füllen.
  • Ist Kuhmilch krebserregend? 
  • Können Babys an Katzenhaaren ersticken?
  • Wie hoch ist der Gefahr gelähmter Gesichtsmuskeln nach dem Ohrlöcher-Stechen?
  • Macht Fluor in Kinderzahncreme krank?
  • Kriegen Babys ohne Mütze im Sommer einen tödlichen Schnupfen?
  • Kriegen Babys mit Mütze im Sommer einen tödlichen Hitzestau?
  • Brauchen Kinder musikalische Früherziehung? Einen Englisch-Grundkurs im Kindergarten?
  • Müssen Kinder täglich Fleisch essen? Und wenn ja, bis wann? Und wie viel?

Diese Liste ließe sich ewig fortführen, aber da ich selbst bereits zu viel meiner Zeit mit solchen Fragen vergeudet habe, möchte ich euch das ersparen (Nicht auszudenken, was ich in dieser Zeit Sinnvolles hätte tun können. Nähen lernen. Oder ein Jura-Studium vielleicht?)


Aus Ratschlag wird Kritik 

Falsche Ratschläge sind nervig und anstrengend, keine Frage. Aber zumindest kommen sie noch in einem geheuchelten Deckmäntelchen der Fürsorge daher. Wesentlich zermürbender empfand ich die offene und versteckte Kritik, der ich mit zunehmendem Alter meiner Kinder immer öfter begegnete. Wenn es nicht mehr um die Wahl zwischen Tragesack und Tragetuch, sondern um die großen Entscheidungen des Lebens geht, gehen Mütter oftmals härter mit ihresgleichen ins Gericht als China mit seinen "Volksverhetzern".
Diskussionen an Elternstammtischen arten immer öfter aus in Sticheleien, Provokationen und Lästereien über Nicht-Answesende.
Wenn eine Mutter den Haushalt schmeißt und die Kinder betreut ist sie ein rückständiges Hausmütterchen, das sich aushalten lässt.
Wenn eine Mutter arbeiten geht ist sie ein verantwortungsloser, karrieregeiler Eisklotz ("Warum hat sie sich überhaupt Kinder angeschafft?").
Für total  verabscheuungswürdig werden auch gerne die Mütter gehalten, die nicht arbeiten gehen und ihre Kinder in die Kita "abschieben" um shoppen zu gehen oder sich ungestört mit der Freundin auf einen Kaffee zu treffen.
Sind Mütter dick, dann sind sie faul, ohne Disziplin und erziehen ihre Kinder zu gestörtem Essverhalten. Aber Achtung! Sind Mütter nämlich "zu" schlank, dann sind sie oberflächlich, egoistisch und -ja, richtig!- erziehen ihre Kinder zu gestörtem Essverhalten.
Wird eine vom Mann verlassen ist sie selber Schuld, das hätte man bei dem ja gleich wissen müssen. Verlässt eine ihren Mann ist das unmöglich, denn was tut sie damit nur ihren Kindern an?!
Bringt sich eine Mutter ein und engagiert sich zu sehr, ist sie ein Kontrollfreak und muss überall ihre Finger im Spiel haben.
Hält sich eine Mutter heraus und ist stille Beobachterin, dann ist sie gleichgültig und desinteressiert.
Auch hier ließe sich die Liste ewig fortführen.

"Also ich könnte das ja nicht..."

Ein Satz, den wohl die meisten Mütter schon oft gehört haben. Ein Satz, der deshalb ein negatives Gefühl hinterlässt weil er nichts anderes meint als: "Also ich verurteile ja dein Leben."
Warum stört es uns überhaupt, was andere über unsere Mutter-Qualitäten denken? Das ist ganz einfach: Weil es um unsere Kinder geht. Da wird frau empfindlich. Jede Mutter ist anders. Jedes Kind auch. Und da es schon lange kein Patent-Rezept mehr gibt, was man als Frau und Mutter so zu tun oder lassen hat, haben wir unendlich viele Wahlmöglichkeiten. Ständig versuchen wir die Bedürfnisse sämtlicher Familienmitglieder mit unserer ganzen Kraft und Energie miteinander in Einklang zu bringen und zu erfüllen. Wir wägen jede unserer Entscheidungen sorgfältig ab und entscheiden situationsbezogen, müssen Rücksicht auf die Eigenheiten aller Familienmitglieder und auf unsere Rahmenbedingungen nehmen. Manchmal läuft alles rund und wir sind zufrieden mit den Dingen, die wir beeinflussen konnten. Oft allerdings auch nicht, denn ein Familienleben verläuft mit Höhen und Tiefen, Kinder und auch wir Eltern durchleben verschiedene Phasen, wir entwickeln uns ständig weiter. Der Kurs muss also immer wieder korrigiert werden.
Ich kenne viele Mütter, die mehr arbeiten als sie wollen, da es aus finanziellen Gründen einfach notwendig ist. Viele arbeiten weniger, als sie gerne würden, da sie keine Stelle finden, die ihren Qualifikationen entspricht. Viele haben aufgrund anderer Verpflichtungen weniger Zeit für ihre Kinder, als sie sich wünschten. Und letztendlich bezweifle ich, dass sich irgendein Paar trennt um seinen Kindern die Kindheit zu versauen.
Deshalb sind wir empfindlich, wenn jemand in unseren Wunden stochert. Es ist verletzend wenn wir spüren, dass andere unsere Entscheidungen in Frage stellen und uns unterstellen, nicht im Interesse unserer Kinder zu handeln. Es bedeutet letzten Endes nichts anderes, als dass wir in dem versagen, was uns am meisten am Herzen liegt.


Natürlich könnten wir auf ein "Also ich könnte das ja nicht!" auch mit einem "Klar, das schafft auch nicht jeder!" antworten. Tun wir aber nicht. Wir erklären und rechtfertigen uns und bieten damit automatisch noch mehr Angriffsfläche, wie "Mama on the rocks" bereits wunderbar in ihrem Post über die Kommunikationsspirale beschreibt.

Mache ich es besser?

Manchmal muss ich erschrocken feststellen, dass ich keinen Deut besser bin als all die Guerilla-Moms, über die ich mich so ärgere.
Ich versuche zwar meist, mich an Kindergarten-Gossip nicht zu beteiligen, nicht zu werten und zu den meisten Geschichten meinen Senf im Kühlschrank zu lassen. Aber gelegentlich passiert es auch mir, dass ich das Verhalten und die Entscheidung anderer Mütter be- oder verurteile. Vielleicht tragen wir das alle als kleinen Selbstschutz in uns? Denn entscheidet sich eine andere Mutter in vergleichbarer Situation anders als wir selbst, haben wir fast keine Möglichkeit, dies gutzuheißen. Das würde ja im Umkehrschluss bedeuten, dass wir selbst die falsche oder zumindest eine fragwürdige Entscheidung getroffen hätten.

Spontan fallen mir sofort 2 Situationen ein:

  • Letzte Woche lernte ich eine nette Mutter kennen, die ins Stadtzentrum zog um intensiver am kulturellen Angebot teilnehmen zu können. Das bedeutet für ihre 3 Kinder täglich eine Fahrtzeit von 3-4 Stunden zur Schule (hin und zurück). Ihre Entscheidung habe ich als egoistisch gewertet.
  • Eine andere Mutter erzählte mir letzte Woche, dass sie seit über einem Jahr Kindergarten "Eingewöhnung" mit ihrer 4jährigen Tochter betreibe. Diese bräuchte ständig Blickkontakt zur Mutter. Also sitzt sie seit über einem Jahr im Nebenraum hinter einer Glasscheibe und ist dabei, während ihr Tochter im Kindergarten spielt. Im Stillen habe ich sie als Glucke verurteilt.

Wir selbst wohnen außerhalb des Zentrums um unseren Töchtern eine Fahrtzeit unter 30 Minuten zu Kindergarten und Schule zu bieten. Manchmal wünschte ich mir, ich könnte die Hotspots der Stadt entdecken ohne dazu eine Stunde Metrobus fahren zu müssen.
Meine Tochter geht mit ihren knapp 3 Jahre jeden Tag alleine in einen türkischen Kindergarten, in dem sie (noch) kaum ein Wort versteht. Oft denke ich an sie und würde gerne sehen, was sie gerade macht, wie sie sich fühlt, ob sie zurecht kommt.


Das ist ein kleines Stück Wahrheit, das ich lieber ausblende.

Kommentare:

  1. Ein Hammer-Text, und sooo toll geschrieben! Danke, dass Du an der Blogparade teilgenommen hast, eine echte Bereicherung! ich finde, Du zeigst sehr ehrlich und schön auf, wie schmal der Grat zwischen Opfer und Täter sein bei den Mommy Wars ist. Und ehrlich, bei der Story mit der Eingewöhnung im Kindergarten habe ich auch nur mit dem Kopf geschüttelt. So wird das ja nie was! Und dann: "Halt, Stopp! Nicht Deine Baustelle!"
    Die Liste, was Du alles im Internet ergoogeln musstest, ist Gold Wert, ich musste so lachen. Diese leidige Geschichte mit den Mützchen scheint wohl die Krone der MommyWars zu sein, ich hab das jetzt schon in vielen Blogposts zum Thema gelesen und auch selbst erlebt. und wie Du sagst: Aus (doofen) Ratschlägen wird eben oft Kritik, und das ist eben nicht mehr OK.
    Mach Dir keine Sorgen wegen Deiner Tochter in der Kita - die packt das! Wie ich Dir ja auch beim Auslandspost damals geschriebe hatte: Kinder verarbeiten einen Umzug ins Ausland viel besser als wir Erwachsenen. Bald redet sie fliessend türkisch. Naja, demnächst halt mal, sie ist ja erst 3 und hat noch Zeit :-))

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  2. Ein sehr interessanter Beitrag, der auf einen mir sehr wichtigen Aspekt hinweist: Wir urteilen alle. Mal werden wir "Opfer", mal sind wir selbst "Täter". Ich habe mir dazu ein paar Gedanken gemacht: http://wp.me/p4wwzT-5W

    Abgesehen davon: Ich bin mit meinen Kindern offensichtlich aus der Phase heraus, dass man ungebetene Ratschläge bekommt. (oder ich strahle aus, dass man mir damit nicht zu kommen braucht) ;-)

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    1. Ein toller, lesenswerter Text mit guten "Lösungsansätzen", um aus diesem automatischen Urteilen herauszukommen!

      Ungebetene Ratschläge bekomme ich zum Glück mittlerweile auch nur noch selten. Was mich inzwischen viel mehr ärgert, sind diese "Lästereien" unter Müttern, die man überall aufschnappt, egal ob beim Bäcker oder im Freibad. Ständig wird über gemeinsame Bekannte hergezogen. Wenn ich Bekannte in solchen Situationen erlebe, gehe ich automatisch davon aus, dass auch in meiner Abwesenheit über meine Entscheidungen hergezogen wird.

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  3. Wow!!! Deinen Beitrag kann ich, so wie er ist, aus vollstem Herzen unterschreiben.
    Und noch dazu so unterhaltsam geschrieben<3

    Das Einzige, was ich dazu vielleicht noch anmerken will:
    Im Internet bin ich damals, in diversen Foren, auch nur auf "Mommy Wars" gestossen und habe sehr schnell aufgehört, dort nach Antworten zu suchen. Ich habe mich bei Unsicherheiten dann an unsere Kinderärztin gewendet, zu der ich heute noch Vertrauen habe. Aber damals gab es auch noch nicht Eure tollen Blogs;-)
    Und Deine Tochter wird den Kindergarten rocken, ganz bestimmt<3 Die Kleinen sind da so anders drauf als wir.

    @mrscgn: Ich glaube eher, dass es Deine Ausstrahlung ist;-)

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  4. Deine Liste ist göttlich und zur Hälfte von mir auch bereits durchgegoogelt worden. Mittlerweile halte ich es wie Sam, wenn ich unsicher bin Frage ich meine KiÄ. Ihr vertraue ich, denn wenn man im Internet sucht findet man zu jedem Thema konträre Meinungen und weiss am Ende soviel wie vorher ;)

    Ein wundervoller Beitrag zu unserer Blogparade, der nicht nur angenehm zu lesen ist, sondern auch zum nachdenken anregt. Denn auch ich habe bei deinen beiden Situationen den Kopf zunächst geschüttelt, musste dann aber zugeben, dass ich ja gar nicht weiss wie es dazu kam.

    Zu Guter letzt glaube ich, dass deine Tochter bald schon keine Sprachprobleme mehr haben wird. Kinder lernen soviel schneller und brauchen meist noch nicht mal die Sprache für Sozialkontakte.

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  5. Vielen Dank ihr Lieben, für euer tolles Feedback! Ich lese mich grade durch so viele tolle Artikel zu eurer Blogparade. Einen ganz großen Stein, den ihr da ins Rollen gebracht habt mit so vielen unterschiedlichen, interessanten Erfahrungen und Sichtweisen!

    Danke dafür <3

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  6. Wirklich sehr schön geschrieben. Du bringst es einfach auf den Punkt!

    Ich hab mich selbst auch wieder bei dem Gedanken "Kein Wunder, dass deine Kinder so anstrengend sind. " erwischt und mir selbst im nächsten Moment gedanklich geantwortet: "Einen scheiß weißt du! Geh erstmal eine Meile in ihren Schuhen bevor du (ver)urteilst."

    Mein Motto: Behandle andere stets wie du selbst behandelt werden willst.
    Gelingt mir nicht immer, aber hoffentlich oft.

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    1. Ja, das Urteilen steckt glaube ich einfach irgendwo tief in uns drin. Aber solange man selbst weiss, dass man nichts weiss, ist schon mal ein großer Schritt getan finde ich :-)

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  7. Sehr schöner Artikel. Ich fand auch immer, dass die schlimmsten Feinde der Mütter andere Mütter sind. Allerdings hast du Recht. Man tappt schon schnell selbst in die Falle und wird zur Guerilla-Mom. Doch ich finde, allein der Versuch, es zu vermeiden ist schon ein entscheidender Schritt zur Selbsterkenntnis. Wir sind eben alle nicht perfekt. (Noch so eine Erkenntnis, die mir geholfen hat.)

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  8. Der Kommentiertag hat mich zu dir verschlagen. Als Jung-Mami der 9 Wochen alten Leni bin ich noch ganz zu Beginn dieser Welt voller ungefragter Ratschläge. Und hatte vielleicht auch Glück, denn bisher bin ich während Schwangerschaft und den ersten Wochen weitgehend vor Kommentaren verschont geblieben. Wenn es doch mal einen gab, habe ich wie folgt geantwortet: "Ich entnehmen deinem Satz, dass du dir Sorgen um uns machst. Danke dafür. Ich hab darüber nachgedacht, bin aber dennoch anderer Meinung..." Ich ging einfach davon aus, dass das Gegenüber es nicht böse meint, sondern sich nur Gedanken macht. Das hat mir geholfen. :-) Ich selber versuche den anderen Mamis wertfrei zu begegnen. Jede Mutti möchte nur das Beste für ihr Kind und niemand kann sich anmaßen, sich die Weisheit mit Löffeln einverleibt zu haben. Ich mache es so, jeder andere darf es anders machen - das ist ok. Mal sehen was ich in einem Jahr sage, aber so versuche ich es jetzt mal :-)
    Liebe Grüße,
    Daniela

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    1. Ja da bin ich gespannt und hoffe, du hältst uns über deinen Blog auf dem Laufenden :-).
      Ich wünsche euch natürlich, dass die bösen Zungen weiterhin fern bleiben. Befürchte aber, sobald die Spielplatz und Kita Zeit kommt, wirst du dich das ein oder andere Mal herumärgern müssen ;-): Aber die nötige entspannte Grundeinstellung um dich dadurch nicht verunsichern zu lassen, hast du ja <3

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    2. Hihi, die Kindergarten-Mafia.... Ich berichte :-)
      Liebe Grüße,
      Daniela

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  9. Auch als Nicht-Mami finde ich den Text sehr gut :-) Ich glaube aber, die meisen Leute drücken nur ihre Meinung aus und frage sich, ob sie in bestimmten Situationen anders gehandelt hätten. Das hat nix mit Böswilligkeit zu tun - da steht ja keine Omi da, die nur darauf wartet, der armen Mutti mal richtig, richtig wehzutun. Ich denke, viele meinen es nur gut. Das passiert einem oft im Leben :-) Vlt. sollten wir manchmal einfach lächeln, anstatt uns mit Leuten zu prügeln :P Und deine meinung zu der Mutter, die in die Stadt zieht, kann ich verstehen - ich hätte das Gleiche gedacht, Aber du kannst nix daran ändern. Sie wird nich wieder zurückziehen, weil du ihr das sagst. Denn wenn du ihr das sagst, würdest du sie vlt. für leicht beeinflussbar halten :P Ich mag dich xD

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    1. Das wäre schön, wenn alle es nur gut meinen würden :-). Ich musste spontan an ein kürzlich erschienenes Interview mit Judith von Wir sind Helden denken, in dem sie erzählt wie sie ihr Kind mit auf Tour nahm und eine Journalistin zu ihr sagte :" Also ich könnte das ja nicht, dafür liebe ich meine Kinder zu sehr!" Vielleicht muß man selbst erst die große Mutter-Erfahrung machen, um zu verstehen, warum einen solche Worte zutiefst verletzten. Zu meinem Beispiel mit der Mutter in der Stadt: Ich möchte daran auch gar nichts ändern- außer vielleicht die Tatsache, dass ich ihren Schritt bewerte obwohl ich sie kaum kenne. Das ist meiner Meinung nach der große Widerspruch: Wir stören uns daran, wenn andere ein Urteil fällen und tun es doch selbst immer wieder völlig unbewusst...
      LG <3

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    2. Ich habe mich auch gefragt, ob ich diesen Artikel kommentieren und damit bewerten darf. Aber wer seine meinung nicht zur Diskusion stellt, kann sie nicht hinterfragen und ggf. ändern :-) Daher müssen wir uns nich schämen :-) Solange wir niemanden verletzen, indem wir ihn anbrüllen oder verachtend angucken. Manchmal hilft es auch, darüber zu reden - meistens teilt man dann zwar nicht die Meinung des anderen, aber man kann sie nachvollziehen. Das hast du bei der Mutter doch auch gemacht :-)

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