Dienstag, 20. Mai 2014

Designerkleidung für Kinder

Gastbeitrag von "Beauty - Mami" Mihaela
 
Ich bin mir sicher, dass jede Mami sich darauf freut, wenn ihr kleiner Liebling gut angezogen ist und schnuckelig aussieht. Heutzutage wird man überall mit ausgefallenen Kleidungsstücken überschüttet...
Ich gebe es zu, dass ich ab und an auch schwach werde und einige preislich nicht sehr günstige Teile für meine Engelchen ergattere. Aber wenn ich ein zwei Monate altes Baby mit einem Dior Body und bekleckertem Armani Lätzchen sehe, frage ich mich:
 
Ist das nicht überflüssig und irgendwie lächerlich?!
 
Ok, in dem Leben von Schauspielern, Prominenten und Personen, die im Blitzlicht stehen, ist so einem Anblick Gang und Gäbe....
 
Ich persönlich habe nichts gegen Designerkleidung für Kinder, im Gegenteil: Ich kann die süßen Röckchen und die coolen Jäckchen stundenlang bewundern und würde am liebsten die Geschäfte leer kaufen. Aber die Frage ist, ob man hunderte von Euros für ein Teil ausgeben soll, das sowieso nur für kurze Zeit getragen wird. Besonders die Babys, die sich jeden Tag verändern und so schnell wachsen, benötigen meiner Meinung nach nicht wirklich Designerunterwäsche. Ich sehe es bei meinen Kindern, wie schnell ihre Kleidung zu klein wird. Manche Teile werden sogar ungetragen in den Keller verstaut. Deswegen finde ich es wirklich schade, wenn man dafür viel Geld ausgegeben hat.
 
Es ist ganz klar, dass die Kinder-Designerkleidung eher ein Musthave für die Eltern ist, als für die Kleinen! Wir leben in einer Welt, in der die materiellen Dinge leider eine zu wichtige Rolle spielen. Die Kinder werden heutzutage gewollt oder ungewollt so erzogen und halten es für selbstverständlich, wenn sie mit den neuen Gucci Schüchen auf dem Spielplatz turnen.
 
Beunruhigend finde ich nur die Tatsache, dass die teure Markenkleidung nicht weniger mit Schadstoffen belastet ist, als die etwas günstigere. Der hohe Preis und bekannter Firmenname sind nicht mehr Garantie für bessere Qualität! Fakt ist, dass Designer Labels wie Prada, Gucci und Dior wegen den niedrigen Herstellungskosten den größten Teil ihrer Kollektionen in Asien produzieren lassen.
 
"Luxusmode mag exklusiv sein – sauber ist sie deswegen nicht. Der Säuglingsschuh von Hermès war genauso mit gefährlichen Chemikalien belastet wie das Kinder-Shirt von Dior oder die Jacke von Versace. Wir fordern auch die Luxusmarken auf, saubere Kleidung herzustellen und Kinder und Umwelt zu schützen," berichtet der Chemie-Experte von Greenpeace Manfred Santen.
 
Die giftigen Stoffe können das Immunsystem beeinträchtigen, deswegen ist es empfehlenswert, selbst bei dem Kauf weltberühmter Kinderkleidung auf die Textil-Siegel des Internationalen Verbands der Naturtextilwirtschaft IVN oder des Global Organic Textile Standard GOTS zu achten.
 
Ich hoffe wirklich, dass in Zukunft immer mehr Kleidungshersteller sich an der Greenpeace Detox-Kampagne beteiligen werden, damit wir unsere Kinder nicht nur gut, sondern auch "gesund" anziehen können.
 

Über die Autorin

Mihaela ist 30 Jahre alt, verheiratet und stolze Mutter einer 4jährigen Tochter und eines 7 Monate alten Sohnes.
Seit einigen Monaten bloggt sie auf http://www.beauty-mami.de/ über alles, was das (Mutter)leben schöner macht.

Schaut vorbei, es lohnt sich!

 

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