Mittwoch, 12. März 2014

"Mutige Mütter" Mittwoch Teil 5


70% aller Mütter mit Kindern unter 15 Jahren sind in Deutschland berufstätig.
Etliche sind unzufrieden, unterbezahlt und ihre Tätigkeit zapft noch nicht mal ihr Potenzial an.
Viele Arbeitgeber bieten Teilzeitkräften keine Möglichkeit, sich zu entfalten oder weiterzuentwickeln.
Mamas Lifestyle stellt euch nun jeden Mittwoch eine beeindruckende Mutter vor, die es geschafft hat ihre eigenen Ideen und Träume zu verwirklichen. Diese mutigen Frauen beweisen, dass es niemals zu spät ist, ein Projekt zu starten, für das man mit Leidenschaft brennt.


Heute im Interview: Gebkea Nieter

 

"Es immer wieder gute und auch weniger gute Zeiten. Das Wissen gibt mir die Kraft, auch in schwierigen Zeiten durchzuhalten."




 
Gebkea Nieter von Beruf Sportfachwirtin (IHK) und lizensierte Trainerin für moderne Umgangsformen. Mit ihrem Mann und ihrer 1,5 jährigen Tochter lebt sie in Garbsen. Nach über 10 Jahren als Fitnesstrainierin begibt sie sich nun mit Alini Kindermöbel auf neues Terrain.
Das mangelnde Angebot an schönen und funktionalen Kinderzimmer- und Spielmöbeln hat sie und ihren Mann zur eigenen Kindermöbellinie inspiriert. Seit Mitte Februar ist diese nun erfolgreich auf dem Markt. Gebkea geniesst nun das für sie ganz neue Gefühl von Teamarbeit ebenso wie die wertvolle Zeit mit ihrer Tochter.  In ihremTeam ist sie zuständig für den organisatorischen und kaufmännischen Part; Sie organisiert die Abläufe vom ersten Entwurf bis zum Erscheinen der Fotos auf der Homepage und letztendlich der Auslieferung an ihre Kunden.
In Mamas Lifestyle  spricht sie heute über Zeitmanagement, pinken Glitter und die unverzichtbare Unterstützung ihres Mannes.



War dein erlernter Beruf Sportfachwirtin dein Traumberuf? Hat es dir gefallen, in ihm zu arbeiten?

Sportmanagement wurde für mich zum Traumberuf. Ich habe über 10 Jahre lang für Fitnessstudios ebenso gearbeitet wie für Sportvereine und auch den Profisport. Die Branche entwickelt sich rasant. Das ist außerordentlich spannend. Ich habe dort viel gelernt und bin interessanten Menschen begegnet mit denen mich teilweise auch heute noch viel verbindet.

Wie hat die Geburt deiner Tochter deine Sichtweise zur Berufstätigkeit verändert?

Durch die Geburt unserer Tochter hat sich vor allem die Sicht auf meinen Zeitplan verändert. Das Leben im Sport findet oftmals während der Abende und am Wochenende statt. Das ist aber natürlich gleichzeitig die Zeit in der unser Zwerg auch zu Hause ist. Heute wäge ich anders ab. Ich nehme immer noch gerne Abend- und Wochenendtermine wahr, allerdings sehr ausgewählt und in Absprache mit meinem Partner.

Wie kam es zu der Idee, eine eigene Kindermöbellinie auf den Markt zu bringen?

Auf die Idee Kindermöbel zu gestalten und zu bauen wurden wir sozusagen gleich zwei Mal mit der Nase gestoßen. Mein Partner ist Tischler und als wir vor der Geburt auf der Suche nach einer schönen Kinderzimmereinrichtung waren, haben wir uns letzten Endes entschlossen diese selbst zu entwickeln und in der eigenen Tischlerei zu bauen. Ähnlich erging es uns dann auf der Suche nach geeigneten Kinderspielmöbeln. Nach dem fünften Möbelhaus habe ich aufgegeben.
Ich wollte weder Pink noch Glitter oder gar etwas beim ansehen schon auseinanderfällt. Meine Vorstellung sind natürliche Materialien und Objekte, die Spaß machen, etwa einen Stuhl den man zum sitzen, aber auch stapeln, umdrehen oder draufklettern nutzen kann.
Das Ergebnis - zusammen mit einer Designerin, einer Erzieherin und einer Architektin haben wir selbst entworfen und gefertigt. So entstand die Idee zu Alini Kindermöbel.

Ist dir die Entscheidung zur Selbstständigkeit leicht gefallen oder hat sie Überwindung gekostet?

Selbstständig gemacht habe ich mich gleich nach meinem Abitur, während des Studiums. Für mich hat sich dann nie wirklich die Frage gestellt, ob ich mich anstellen lassen will. 
 
Was war der ausschlaggebende Punkt, der dich zu deinem beruflichen Neuanfang motiviert hat?

Mein großer Traum ist es aber schon lange gemeinsam mit einem Team von Menschen, die mir ab Herzen liegen gemeinsam zu arbeiten. Bisher war ich immer als Einzelkämpferin beruflich unterwegs. Bei Alini arbeiten wir im Team und das genieße ich sehr. Die Firma dahinter, das sind mein Partner und ich, das Team besteht insgesamt aber aus sechs Personen, die jeweils einen Kompetenzschwerpunkt haben, der die anderen ergänzt. Wir alle arbeiten gemeinsam an der Idee, den Möbeln und der Realisierung dieses Projekts.

Was ist die größte Schwierigkeit an der Selbstständigkeit als Mutter?

Aus meiner Sicht ist die größte Schwierigkeit immer das Thema Zeit und die Herausforderung meine Familie und meinen Beruf unter einen Hut zu zaubern.
In der Zwischenzeit habe ich sehr gute Erfahrung damit gemacht, dass es klare Zeitfenster gibt. Die Zeit ab dem Abholen unserer Tochter aus der Krippe bis zum Einschlafen gehört ausschließlich ihr und am Sonntag unternehmen wir etwas als Familie.
Davor und danach ist Arbeitszeit.

Welche Vorteile bringt es mit sich?

Selbstständigkeit bedeutet für mich die Freiheit mir meine Arbeit und meine Zeit relativ frei einteilen zu können. Das birgt in vielerlei Hinsicht Vorteile und ermöglicht auch eine hohe Flexibilität, wenn ich gerade mit Kind mal spontan umorganisieren muss.

Wie sieht eure Zukunftsplanung aus? Kannst du dir vorstellen, während der Selbstständigkeit noch weitere Kinder zu bekommen und alles unter einen Hut zu kriegen?

Zum jetzigen Zeitpunkt freue ich mich, dass es unserer Maus in der Krippe so gut gefällt und ich wieder beruflich aktiv werden kann. Über weitere Kinder habe ich mir aktuell noch keine Gedanken gemacht.

Welche Unterstützung ist für dich unbedingt notwendig, um erfolgreich arbeiten zu können?

Die wichtigste Unterstützung ist mein Partner. Er steht immer hinter mir, hält mir den Rücken frei und übernimmt einen Teil der Termine. Darüber hinaus sind er und unsere Kleine ein unschlagbares Team, so dass sich beide riesig freuen, wenn Papa-Zeit ist.
Wenn unsere Tochter doch mal unerwartet aus der Krippe abgeholt werden muss oder Unvorhergesehenes eintritt, brauche ich einen Plan B. Da kann ich mich auf meine Schwester und unseren Babysitter verlassen. Das gibt mir große Sicherheit.

Gibt es einen Ratschlag, der dir durch schwierige Zeiten geholfen hat und den du gerne weitergeben möchtest?

Knapp 15 Jahre Selbstständigkeit haben mich gelehrt, dass es immer wieder gute und auch weniger gute Zeiten gibt. Das Wissen gibt mir die Kraft auch in schwierigen Zeiten durchzuhalten. Unersetzlich sind für mich jedoch die Freunde, die auch in den schlimmsten Situationen mit Rat und Tat an meiner Seite stehen.

Hast du einen Tipp für andere Mütter, die mit dem Gedanken an eine Selbstständigkeit spielen? 

Sei dir des Risikos bewusst und hab Spaß!

Mamas Lifestyle wünscht Gebkea mit ihrer Familie und ihrem Projekt "Alini Kindermöbel" für die Zukunft viel Erfolg und Spaß! Vielen Dank für das Interview! 

Informationen und Bilder findet ihr auf  http://www.alini-kindermoebel.de/ 
 (besonders gut gefällt mir persönlich die "Fühlmühle")

Alini Kindermöbel

ARTfactory fischer GmbH
Brinkwiesen 3a
30826 Garbsen

Telefon: +49 5131 9085520
Telefax: +49 5131 7016517


E-Mail: info@alini-kindermoebel.de

und hier geht's zum Webshop: http://www.alini-shop.de/




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