Mittwoch, 11. Dezember 2013

Die makabere Mops- Geschichte

Die makabere Mops- Geschichte

oder: es ist nicht alles Gucci, was glänzt


Für T.B.
Diese Geschichte ist deshalb so wahnsinnig gut, weil sie wirklich passiert ist. 
Genau SO
Ich habe Tränen gelacht und daher beschlossen, dass sie aufgeschrieben werden muss.
Das Schicksal hat einfach den besten Humor, und am Ende bekommt immer noch jeder das, was er verdient hat (damit ist nicht der Mops gemeint).


mitunter können Tragetaschen einen überraschenden Inhalt aufweisen
Eine Frau, nennen wir sie Frau A wie anonym, besitzt seit Jahren einen heißgeliebten, niedlichen, kleinen Mops. Als Frau A. eines Tages einen 4tägigen City-Trip mit ihren Freundinnen nach Berlin plant, hat sie jedoch Schwierigkeiten, einen würdigen Hundesitter für das süße Kerlchen zu finden und beschliesst daher kurzerhand, den Mops an diesem Happening teilhaben zu lassen.
Also setzt sich Frau A. samt Freundinnen und Mops in den Flieger, reist nach Berlin und gemeinsam unternehmen sie dort alles, was man als Mops gemacht haben muss, wenn man nach Berlin kommt.

Der kleine Mops erlebt also ein paar wunderbare Tage zwischen Alexanderplatz, Gedächtniskirche, Brandenburger Tor und rotem Rathaus. Dabei verhält er sich vorbildlich und Frau A. und ihre Freundinnen können wirklich stolz sein, einen so anständigen Begleiter an ihrer Seite zu haben. 

An einem der 4 wundervollen Berlin-Tage (welcher ist mir leider nicht bekannt) geschieht jedoch das Unfassbare:
Grade als Frau A. samt Gefolgschaft entspannt auf dem Kurfürstendamm flaniert, fällt der arme, kleine Mops völlig überraschend um und ist -sagen wir wie's ist- tot!

Man mag sich also nicht vorstellen, wie sich die bedauernswerte Frau A. und ihre Freundinnen in diesem Moment fühlen. Mitten in Berlin auf dem Kurfürstendamm mit einem toten Mops zu ihren Füßen.
Was tun?
Da der Mops natürlich nicht tot auf dem Kurfürstendamm liegen bleiben kann, aber auch lässig unter den Arm geklemmt ein verstörendes Bild abgibt, entschieden sich die Frauen für das Naheliegendste:
Sie spazieren in den nächstbesten Laden und bitten um eine große Einkaufstüte, um den Mops transportieren zu können. Beim nächstbesten Laden handelt es sich in diesem Fall um GUCCI.
Die Verkäuferin ist zunächst etwas perplex, als sie um diesen Gefallen gebeten wird. Nachdem ihr allerdings geschildert wird, welch grauenvolle Szene sich soeben abspielte, hat sie Mitleid und schenkt den Frauen die größte und edelste Tüte, die sie anbieten.
Die Frauen betten also den armen Mops in Gucci und beschliessen, den Schock erst mal bei einer Tasse Kaffee zu verdauen und die weitere Vorgehensweise zu besprechen.
Sie sitzen also schweigend im Café...grübeln darüber, was weniger schrecklich ist: Den Mops in Berlin zu "entsorgen" oder das tote Tier in den Flieger zu schmuggeln. 
So sitzen sie da und trinken. Und schauen. Sehen eine Gruppe Jugendlicher auf Skateboards. Trinken wieder. Sind in Gedanken versunken. 
Bis plötzlich ein Skateboardfahrer direkt an ihrem Tisch vorbeischiesst,....ihr ahnt sicher, was jetzt kommt?!.... sich die GUCCI-Tasche schnappt und damit innerhalb weniger Augenblicke über alle Berge ist!


Trotz des tragischen Todesfalls ist, wie ich finde, diese Story gut ausgegangen.
Der Mops hatte einen schönen Tod und vorher wohl die glücklichsten Stunden seines Lebens.
Das größte Problem der armen Besitzerin löste sich in Gucci auf.
Und für den Taschendieb war es wohl die Lektion seines Lebens. (Der Moment, in dem er seine vermeintliche Edel-Beute aus der Tasche zieht, muss einfach göttlich gewesen sein!)





1 Kommentar:

  1. Nur schade, wenn man dem Hund eine anständige Bestattung zu gute kommen lassen wollte. Das arme Tier, an dem man ja lange freude hatte, landet jetzt garantiert irgendwo im Müll oder im Straßengraben.

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