Sonntag, 1. Dezember 2013

Advent, Advent


Advent, Advent...

wie wir Mütter alles schaffen? - Gar nicht!



Ich wünsche euch allen einen wunderschönen, ruhigen und besinnlichen ersten Advent!


Wobei wir schon bei den Stichworten wären: Leider mutiert die Vorweihnachtszeit vor allem bei (berufstätigen) Müttern zu Wochen voller Stress und Hektik. Schuld daran sind im weitesten Sinne unsere herzallerliebsten Kinder :-) 
Denn für die soll es alle Jahre wieder eine unvergessliche Zeit voller Spannung, Überraschung und kleiner Köstlichkeiten werden. Dabei stecken wir uns gerne zu hohe Ziele. 

Angefangen beim selbstgebastelten, kreativen und originellen Adventskalender. Hierfür müssen in diversen Nachtschichten nicht nur Bastelbücher oder DIY-Blogs studiert, Materialien gesammelt und gekauft, geschnitten, geklebt und "verbastelt" werden,  sondern auch noch je nach Anzahl der Kinder 24, 48 oder -um Gotets Willen- in manchen Familien sogar noch mehr unterschiedliche, passende, abwechslungsreiche "Kleinigkeiten" besorgt werden um das Kunstwerk angemessen zu befüllen.

Als wären wir damit nicht bereits genug beschäftigt, möchten wir natürlich noch mit den Kindern gemeinsam einen Adventskranz gestalten, für den man sich nicht 4 Wochen schämen muss, wenn er als Eyecatcher auf dem Esstisch thront. Wer Kinder hat, erkennt bereits jetzt den Widerspruch: Selbstgebasteltes aus Kinderhand und Dekoratives in Erwachsenenaugen verhält sich - milde ausgedrückt- etwas konkurrierend zueinander.
Weitere Herausforderungen warten: Bei der Dekoration des Weihnachtsbaumes stellt sich das selbe Problem. In einem Anflug von Wahnsinn und partnerschaftlicher, respektvoller Erziehungsmethoden habe ich vor Jahren meiner Großen ein gewisses Schmück-Bestimmungsrecht eingeräumt, unter dessen Folgen ich nun jedes 2. Jahr leide. Dass sich mir bei der Farbkombination rot/braun/gold/silber die Nackenhaare aufstellen, bleibt leider mein Problem.

Ausgelastet mit diesen zeitintensiven Weihnachts-Beschäftigungen, die viel diplomatisches Fingerspitzengefühl erfordern, sollen wir nun auch noch nebst Haushalt, Job und Kinder-Bespaßung völlig unbemerkt und undercover Geschenke ins Haus schaffen. 
Dabei haben wir 3 große Herausfoderungen zu bewältigen: 
  • Die Auswahl der richtigen Artikel (dabei den Spagat zwischen Gewünschtem und selbst für sinnvoll Erachtetem schaffen), 
  • den unbemerkte Kauf derselbigen 
  • und letzten Endes das wohlüberlegte Verstecken im Haushalt, dessen Winkel und Ecken den Kindern meist besser vertraut sind, als einem lieb ist.
Wer vorher auch noch gemeinsam mit den Kindern Wunschzettel bastelt, hat noch ein weiteres großes "To-Do" abzuhaken.

Abgerundet wird unser großes Weihnachts-Paket noch durch das Backen verschiedener Plätzchen
Das darf natürlich nicht in Abwesenheit der Kinder erfolgen, was dafür sorgt, dass die 3-fache Zubereitungszeit eingeplant werden muss und nach jeder Back-Episode zusätzlich eine Nachtschicht, um die Spuren wieder zu beseitigen. Selbstverständlich begnügen wir uns nicht nur mit 1,2 popligen Sorten sondern möchten jederzeit eine bunte, vielseitige Auswahl anbieten können.

Nicht unerheblich sind dann noch die "kleinen", familienspezifischen Besonderheiten, die ebenfalls Zeit und Nerven benötigen. An dieser Stelle ziehe ich meinen Hut vor Müttern 
  • deren Kinder fleißig Weihnachtslieder auf der Blockflöte proben
  • deren Kinder jedem weitläufigen Familienmitglied (unter Hilfestellung) ein individuelles Weihnachtsgeschenk basteln wollen, 
  • deren Kinder beim Krippenspiel, den Sternsingern oder sonstigen Aktivitäten mitwirken
  • deren Kinder im Vereinsrahmen in den Genuss von Weihnachtsfeiern kommen  (für die die Mütter Nikolaus-Auftritte, kulinarische Genüsse und Geschenke organisieren)
  • und alle, die ich jetzt vergessen habe. 
Nun aber zur abschließenden Frage: 

Was tun, damit wir Mütter nicht am 24. auf dem Zahnfleisch angekrochen kommen, nicht mit einem Kreislaufkollaps unter dem Christbaum oder einem Nervenzusammenbruch im Büro enden???

Am Besten wohl die Ansprüche etwas zurückschrauben
Immerhin sind es hauptsächlich unsere eigenen Erwartungen, die wir unter völliger Selbstaufopferung erfüllen wollen. Hier müssen Abstriche gemacht und zur Entspannung der Situation einfach Prioritäten gesetzt werden.
Ich persönlich kann/will zum Beispiel auf die ganze Backerei nicht verzichten. 
Dafür habe ich einfach unseren Adventskranz von letztem Jahr innerhalb von 5 Minuten im Alleingang mit neuen Kerzen und ein paar Deko-Artikeln gepimpt (siehe Foto).
Unsere Adventskalender sind mal wieder lieblos gekauft (die Kinder freuen sich trotzdem), die Zeit zum Basteln spare ich mir und investiere sie in sinnvolle Weihnachtsbeschäftigungen...wie zum Beispiel Energie und Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt tanken.
Die bereits bekannten Geschenkwünsche unserer Kindern habe ich schon mal vorsorglich an die Verwandschaft weitergegeben, so muss ich mich nicht darum kümmern und habe noch etwas Zeit, mir ein paar Überraschungen einfallen zu lassen (die gelingen doch den Müttern immer noch am Besten).
Ausserdem müssen gestresste Mütter zusammenhalten: Das Treffen zum gemeinsamen Backen beispielsweise verringert die Anzahl der hinterher zu putzenden Küchen um mind. 50% :-).

In diesem Sinne: 
entspannt euch, meine Leidensgenossinnen! Denn eine gut gelaunte Mutter in der Adventszeit ist schwer zu finden und damit ein besonderes, wertvolles und seltenes Geschenk für eure Familien!








Kommentare:

  1. Gemeinsames Backen erhöht auch die Anzahl der Plätzchen-Variationen :). Jede Mama backt ihre Lieblingssorte und hinterher wird geteilt.... Funktioniert prächtig.
    Schönen 1. Advent :)

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    1. Das ist auch super :-) werd ich möglichst schnell ausprobieren, schliesslich will man ja auch noch ein paar Wochen Zeit haben, sich den alljährlichen Winterspeck anzufuttern ;-)

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