Mittwoch, 18. September 2013

Familien-Lektüre im September

Familien-Lektüre im September



Da unsere Bücherei-Ausweis nicht nur unsern Geldbeutel beschwert, sondern auch gelegentlich benutzt wird, dachte ich es sei an der Zeit, mit euch unsere Leseerfahrungen zu teilen.
Hier kommt also unser aktueller Leihbücher-Bestand, den ich uneingeschränkt weiterempfehlen kann:


Für die Mama:

Ich mags am Liebsten unterschiedlich und abwechslungsreich. Lese gerne 2 oder 3 Bücher parallel. Dann dürfen gerne etwas anspruchsvollere Sachbücher oder interessante Gedankenansätze, ein spannender Thriller und ein seichter, romantischer Roman kombiniert werden, so dass für jede Stimmung und jedes Konzentrationslevel etwas dabei ist. Aktuell gelesen:

"Der Junge im gestreiften Pyjama" vom irischen Schriftsteller John Boyne. Dieses Buch habe ich ausgewählt weil auf dem Umschlag nur gute Bewertungen zitiert werden (Zeit, Focus, FAZ), aber man keinerlei Anhaltspunkte zum Inhalt bekommt. Und das ist auch gut so. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich das Buch nicht genommen hätte, wäre mir das Thema und der Schauplatz bekannt gewesen (weil ich zu diesem Thema einfach schon so viel gelesen habe, dass sich die meisten Bücher so anfühlen, als hätte man sie schon mal gelesen).
Allerdings war das Buch dann eine umso positivere Überraschung. Der Blickwinkel des 9jährigen Protagonisten macht den Verlauf der Geschichte ziemlich spannend. Dieser Spannungsbogen gipfelt allerdings in einem tragischen Ende, wer also auf Happy Ends besteht ist hier Fehl am Platz.




"Das Buch der Menschlichkeit- Eine neue Ethik für unsere Zeit" geschrieben vom Dalai Lama.
Ein Appell des Dalai Lama, die Entwicklung unserer Gesellschaft und den Umgang miteinander zu überdenken und uns zurückzubesinnen auf eine Verhaltensweise, die unserem Naturell entspricht und uns das wahre Glück erfahren lässt. Sehr interessante Blickwinkel und Thesen, die überzeugen. Überrschend, dass es hier um Ethik und Moral geht, aber der Buddhismus sowie Glauben an sich bewusst aussen vor gelassen wird. Für alle, die gerne mal nachdenken über die Gesellschaft und sich selbst, reflektieren können und wollen und auch nichts gegen etwas persönliche Weiterentwicklung haben...


"Ewig Dein" von Daniel Glatthauer. Das Cover sieht zwar etwas nach Herzschmerz-Schnulze à la Cecelia Ahern aus, allerdings täuscht das. Es ist ein Thriller, den man am Liebsten von Anfang bis Ende an einem Stück verschlingen würde. Einzig die Auflösung am Ende wünscht man sich etwas detailierter, hier bleibt noch das ein oder andere Fragezeichen der Fantasie des Lesers überlassen. Perfekt für Fans von "Eine verhängnisvolle Affäre" oder "Shutter Island".










"Das große Glück kommt NIE allein" von Kajsa Ingemarsson. Ein Roman über eine schwedische Schriftstellerin, deren Berufs- und Privatleben durch Verkettungen unglücklicher Umstände aus der Bahn geworfen werden. Typisches Frauenbuch über Beruf, Familie, Liebe und das Leben. Mit seinen knapp 570 Seiten ein ganz schöner Wälzer, liest sich aber angenehm zügig und ohne "Durchhänger" in der Erzählung.









Für Kleinkinder:



"Wer versteckt sich?" von Satoru Onishi. Auf jeder Doppelseite sind die gleichen bunten 18 Tiere abgebildet, da die Farbe des Hintergrunds variiert "verstecken" sich immer ein oder mehrere Tiere in der selben Farbe. Unser Zwerg liebt es, auch wenn sie beim ersten Lesen durch die etwas abstrakte Darstellung der Tiere Probleme beim Erkennen und Benennen hatte.






"Die Farben des Regenbogens" von der Sesamstrasse. Ernie und Elmo sind auf der Suche nach den Farben des Regenbogens, auf jeder Seite kommt ein buntes Stoffband dazu, so dass am Ende ein Regenbogen in allen Farben entsteht. Zwerg liest es gerne, interessiert sich aber mehr für die lustigen Monster der Sesamstrasse, als für die farbigen Bändchen.






"Pip und Posy- die kleien Pfütze"von Axel Scheffler. Ein nettes Buch darüber, dass auch mal was daneben geht (und das nicht schlimm ist). Zwerg hat es sich selbst ausgesucht und liest es ausgesprochen oft bzw läst es sich vorlesen ;-) Perfekt sind die kurzen Texte (bei längeren Passagen wird sie ungeduldig und will immer zu schnell umblättern), also auch schon ideal zum ersten Vorlesen.





"Noch mal, Papa Bär" von John Prater. Sehr niedliche Bildchen und kurzer Text über einen kleinen Bären, der es (wie alle Kinder in einem bestimmten Alter) liebt, beim Spielen alles etliche Male zu wiederholen. Und von einem knuddeligen Papa-Bär, der immer wieder neue Einfälle hat. Ist übrigens das einzige Buch, bei dem der Zwerg immer auf komplettes Vorlesen jeder Seite besteht (ansonsten gucken wir oft auch nur die Bilder an).










Für Schulkinder:


Die Große ist etwas lesefaul. Seit sie flüssig lesen kann und ich mich weigere, Geschichten mit mehreren 100 Seiten vorzulesen, ist sie auf Sachbücher mit weniger Text umgestiegen. Da sie sich sehr für Tiere und Kunst interessiert, hat sie folgende Auswahl getroffen:


 "Kunst lab für Kinder" von Susan Schwake. In diesem Buch werden verschiedene Übungen stp-by-step erklärt und mit Fotos gezeigt, so dass größere Kinder (wenn sie denn alle benötigten Materialien besitzen) auch ohne weitere Erklärungen oder Anleitungen ganz selbstständig diese Übungen nachmachen können. Gezeigt werden verschiedene Techniken in den Bereichen Zeichnen, Malen, Drucken. Ausserdem Gestaltungideen für verschiedene Papiersorten und Mixed Media.









 "Wilde Kinder- Leoparden" von Gabriela Stäbler. Pro Seite nur ein Foto, dafür etwas längere Texte. Geschrieben wie eine Geschichte, aus Beobachterperspektive. Spannend und schön, ein paar Tage Realität aus dem Leopardenleben.












"Große Katzen", herausgegeben von Dorling Kindersley. Viele Fotos und kurze, aber informative Texte über Lebensräume, verschiedene Katzenarten, Merkmale, etc. Durch die vielen Bilder schaut auch der Zwerg gerne mit rein.













Viel Spaß beim Lesen!

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